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Von der Auszubildenden zur Geschäftsführerin: Anja Gebauer im Interview
KRAMS Immobilien
8. Oktober 2026 · 6 Min. Lesezeit
Anja Gebauer und Christoph Epple vor dem KRAMS Apartmenthaus in der Weiherstraße in Metzingen.
2005 als Auszubildende gestartet, heute Geschäftsführerin: Anja Gebauer erzählt, warum sie zu KRAMS zurückkam und warum persönliche Beratung bleibt.
Das Wichtigste in Kürze
2005 begann Anja Gebauer ihre Ausbildung zur Immobilienkauffrau bei KRAMS – mit früher Verantwortung in Vermietung und Verkauf.
Ab 2015 führte sie acht Jahre lang Teams in einem IT-getriebenen Mittelständler in Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien und der Schweiz.
Seit Anfang 2023 zurück als Vertriebsleiterin, seit Juli 2026 Geschäftsführerin der KRAMS Immobilien GmbH.
Ihre Linie: Abläufe werden digitaler und KI-gestützt – die persönliche, ehrliche Beratung bleibt.
2005 begann Anja Gebauer ihre Ausbildung zur Immobilienkauffrau bei KRAMS Immobilien. Nach zehn Jahren zog sie weiter, um Anfang 2023 nach ihrer Babypause als Vertriebsleiterin zurückzukommen. Seit Juli 2026 ist sie Geschäftsführerin der KRAMS Immobilien GmbH in Reutlingen. In einem exklusiven Interview gewährt sie Einblicke in ihren Werdegang bei KRAMS, warum sie zurückkam, was in der Zukunft bewahrt und was sich entwickeln wird.
Was hat dich in deinen ersten Jahren bei KRAMS geprägt?
Du hast 2005 als Auszubildende bei KRAMS angefangen und bist heute Geschäftsführerin. Was hast du in deinen ersten Jahren hier gelernt, das dich bis heute prägt?
In der Ausbildung habe ich alles durchlaufen. Ich saß lange an der Zentrale, habe viel telefoniert und hatte ständig Kundenkontakt. Mein Schwerpunkt lag damals auf Vermietung und Verkauf. Verantwortung habe ich schon als Auszubildende bekommen: Ich durfte selbst Objekte vermieten und war im Verkauf eng mit dabei.
Nach der Ausbildung wurde ich direkt in den Verkauf übernommen und habe den Wohnungsverkauf unseres Reutlinger Büros verantwortet. An meiner Seite hatte ich sehr erfahrene Kolleg:innen, die mir sehr viel beigebracht und zu meiner persönlichen Entwicklung beigetragen haben. Von ihnen habe ich gelernt, wie man mit Kunden umgeht und wie wichtig es ist, nachhaltig mit ihnen zu arbeiten. Das prägt mich bis heute.
Später durfte ich die ersten Neubauprojekte eigenverantwortlich betreuen. Da waren auch ein paar schwierige Brocken dabei. Es war sicher eine härtere Schule, ganz nach dem Motto: Jetzt zeig mal, was du kannst. Und das zeichnet KRAMS aus: Du wirst gefordert, gefördert und wir sind ein Familienunternehmen. Und das spürt man jeden Tag. Viele Kolleg:innen, die ich damals kennengelernt habe, sind heute noch da.
Warum bist du nach acht Jahren zu KRAMS zurückgekommen?
Nach zehn Jahren hast du dich entschieden zu wechseln und hattest anschließend deine Babypause. Was hast du in anderen Unternehmen gelernt, das du heute bei KRAMS einbringst? Und was hat KRAMS, das du anderswo vermisst hast?
Ende zwanzig habe ich im Verkauf schon große Neubauprojekte verantwortet. Da steckt viel Volumen und viel Image der Firma dahinter. Ich wollte herausfinden, ob ich auch etwas anderes kann, und bin bewusst ins Firmenkundengeschäft gewechselt. Im Privatkundengeschäft kümmert man sich um so viel mehr als die Immobilie: den Umzug, den Gärtner, den Winterdienst, bis hin zur Frage, wie man den Strom abmeldet. Das ist schön, aber ich wollte sehen, wie es anders funktioniert.
Die acht Jahre in einem IT-getriebenen Mittelständler haben mich persönlich enorm weitergebracht. Die Firma ist durch Zukäufe schnell gewachsen, und ich bin in eine sehr anspruchsvolle Position hineingewachsen. Am Ende hatte ich viel Personalverantwortung und war in ganz Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien und der Schweiz unterwegs. Das war eine ganz andere Welt: nicht so behütet, nicht so familiär.
Meine Chefin dort, die Geschäftsführerin, war ebenfalls noch recht jung, jedoch sehr erfahren und für mich eine Mentorin. Sie hat mir sowohl bei der Führung von Mitarbeitern als auch bei der Erarbeitung einer zukunftsfähigen Strategie für Unternehmen sehr viel beigebracht. Alles Themen, von denen ich heute profitiere und die ich bei KRAMS jeden Tag einbringen kann.
Mit der Geburt meiner Tochter haben sich meine Prioritäten verschoben. Ich wollte weiter Verantwortung übernehmen und gestalten, aber nicht mehr so viel reisen. Und mir wurde klar: Mein Herz hängt nicht an IT-Themen, sondern an Immobilien. Eine Immobilie hat viele Gesichter. Sie kann Altersvorsorge sein, ein Zuhause, das jemand sucht, oder eines, das jemand verlassen muss. Dann braucht es viel Feingefühl, um Menschen gut zu begleiten.
Ich hatte immer Kontakt zu meinen ehemaligen Kolleg:innen und für mich war immer klar: Hier in der Region gibt es außer KRAMS keine Option. Wie es der Zufall so wollte, wurde gerade in dieser Zeit eine Vertriebsleitung gesucht, und wir sind uns schnell einig geworden. Seit Anfang 2023 bin ich zurück. Vieles ist professioneller geworden, das Team ist gewachsen, und die Projektentwicklung, die bei meinem Weggang gerade startete, ist heute groß und etabliert. Das familiäre Umfeld ist all die Jahre geblieben.
Was haben Eigentümer davon, dass KRAMS vermittelt, verwaltet und entwickelt?
Was haben Eigentümer konkret davon, dass all das unter einem Dach passiert? Hast du ein Beispiel, bei dem genau das den Unterschied gemacht hat?
Eines unserer Paradebeispiele sind unsere Apartmenthäuser in Reutlingen, Tübingen und Metzingen, die wir schon mehrfach umgesetzt haben: Mikro-Business-Apartments und auch ein Haus nur für Studierende. Jeweils kleine, voll möblierte Einheiten. Unsere Projektentwicklung plant und baut die Häuser, unser Vertrieb verkauft die Apartments an Investoren, und unsere Verwaltung übernimmt anschließend die Mietverwaltung. Wir vermieten und betreiben die Häuser über ein Mietpool-Modell. Für die Investoren ist das ein Sorglospaket: Sie haben im Alltag eigentlich keinen Berührungspunkt mit ihrer Immobilie. Jeder Bereich bringt seine Stärken ein und jeder profitiert vom anderen.
Es gibt aber auch viele Fälle im Kleinen. Käufer einer Neubauwohnung müssen oft ihr Einfamilienhaus verkaufen. Manchmal gibt es noch eine weitere Immobilie, um die sie sich nicht mehr selbst kümmern wollen. Die nehmen wir dann in die Mietverwaltung auf.
Auch im reinen Verkauf hilft uns die Aufstellung. Bei einer Immobilie mit hohem Sanierungsbedarf oder bei der Frage, ob aus einem großen Gewerbeobjekt Wohnraum werden kann, unterstützt uns die Projektentwicklung konzeptionell. Und unsere Hausverwaltung arbeitet seit vielen Jahren eng mit Handwerkern und Dienstleistern zusammen. Das bedeutet für unsere Kunden: kurze Wege und Ansprechpartner, die sich kennen.
Wie lassen sich Familie und Führungsverantwortung bei KRAMS vereinbaren?
Du bist Mama und Geschäftsführerin. Wie sieht Vereinbarkeit bei KRAMS im Alltag konkret aus? Und woran erkennen unsere Kunden, dass ein Team gut funktioniert und zusammenarbeitet?
Gefühlt ist es natürlich immer ein Spagat, weil man keiner Seite hundertprozentig gerecht wird. Dafür braucht es Freiheit und die habe ich hier. Wir haben viele junge Eltern im Team, auch Christoph Epple hat Familie. Familie ist bei KRAMS ein wichtiger Faktor. Wenn meine Kleine krank ist oder etwas dazwischenkommt, habe ich die Flexibilität, mich zu kümmern, gestützt durch den Rückhalt eines tollen Teams. Meine Tochter ist erst vier, sie braucht ab und zu einfach ihre Mama. Neben meinem Partner und meiner Familie hält auch KRAMS mir den Rücken frei und das weiß ich sehr zu schätzen.
Wir haben einen hohen Anspruch an unsere Arbeit, und unsere Kunden haben diesen Anspruch auch an uns. Ich bin überzeugt: Diese Leistung bringt man nur, wenn man im Privaten genug Freiraum hat, um die Dinge gut zu regeln. Das spüren am Ende auch unsere Kunden.
Was willst du als Geschäftsführerin bewahren und was verändern?
Was willst du als Geschäftsführerin unbedingt bewahren, und was möchtest du verändern? Und was würdest du jemandem sagen, der überlegt, bei KRAMS anzufangen? Beispielsweise als Azubi wie du damals.
Bleiben soll das Miteinander und die Art, wie wir hier miteinander umgehen. Die Freiräume, von denen ich profitiere, soll jeder Mitarbeitende für sich haben. Es geht bei uns um den Menschen, und das überträgt sich auf unsere Kunden.
Die Welt wird digitaler, vieles unpersönlicher und es werden neue Vertriebswege entstehen. Da wird sich einiges verändern. Aber das Persönliche, gerade in der Vermittlung, möchte ich unbedingt beibehalten. Ich sehe, wie dankbar Kunden für gute und vor allem ehrliche Beratung sind. Dazu gehört auch mal zu sagen: Das wird so nicht funktionieren. Oder von etwas abzuraten, das uns kurzfristig eine Provision bringen würde, den Kunden aber nicht glücklich macht.
Man könnte auch Besichtigungen und vieles andere digital machen. Davon bin ich nicht überzeugt, denn eine Immobilie muss nicht nur gefallen und bezahlbar sein. Es braucht Vertrauen, und das entsteht, wenn man sich gegenübersitzt und kennt. Meist geht es um den größten Vermögenswert, den ein Mensch jemals besitzt und Erinnerungen, die ein Mensch damit verknüpft. Diese Verantwortung ist jedem bei uns bewusst.
Verändern werden sich Arbeitsweisen und Abläufe: Vieles wird schlanker, manches KI-gestützt. Das Ziel soll sein: Maximal viel Zeit für den Kunden zu haben und die individuelle Beratung und Betreuung, unabhängig vom Geschäftsbereich.
Wer überlegt, bei uns anzufangen, dem sage ich: Bei KRAMS bekommst du früh Verantwortung und Menschen an deine Seite, die dir viel beibringen. Mein Weg von der Ausbildung bis in die Geschäftsführung zeigt, was hier möglich ist.
Für mich war immer klar: Hier in der Region gibt es außer KRAMS keine Option.
Anja Gebauer
Geschäftsführerin, KRAMS Immobilien
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